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Diesellokomotive BR 218

"... die Zugloks für jeden Einsatz!"

       "die alte Museumsbahn..."

[Erstellt im Jahr 2010]

Eisenbahnmedia.de
© Mathias Baumann

Die Maschine, Teil 1  [ Einleitung, Inhalt, Geschichte ]

In jeder Arbeitsstunde befeuern hunderte Liter Treibstoff ihre schweren Dieselmotoren. Die lebhafte Geräuschkulisse ihrer Maschinenanlage lässt wenig Fragen offen: Kaum eine ist wie die andere, aber alle Loks haben eine Gemeinsamkeit - Wenn sie starten, donnert die Luft!

 
 
     
Drei Worte und drei Zahlen - Maschinencharakter, Dynamik und Geschichte: 410 Maschinen aus der Diesellok-Baureihe 218.


Eine der jüngeren Maschinen, ausgerüstet mit Alu-Fensterrahmen und neuester Version des Motors MTU TB 11.

Die 218 ist eine Attraktion vieler Fans von Technik und Großmotoren. Der Betrieb dieser Lok ist von Grund auf anschaulich und wird nicht von übermäßiger Dämmung und geschlossenen Seitenwänden abgeschottet. Die 218 lässt die Arbeit ihrer Maschinenanlage merken - nicht nur, aber gerade mit starkem Sound.
'Lebendigkeit', die vor allem mit ihren agilen und markanten Turbodieseln startet.

Das Pneumatik-System, die Lüfterjalousien, Pumpen und natürlich die Kühlanlage sind ebenfalls charakteristische Bestandteile dieser Maschine und von dem Wort -geräuschlos- genauso weit entfernt, wie der unverkennbare und loktypische Turbolader des TB 11 Dieselmotors.
Die 18 ist eine Lok, die Leistung spüren lässt und deren umfassenden Geschichte bis heute kein letztes Kapitel geschrieben wurde.

Als Demonstration schwerer Technik, ist Die Maschine ein Star aus Gusseisen und Stahl, der von jetzt an auf der Bühne steht.
 
                          Inhaltsbereiche BR 218, Eisenbahnmedia ___________________________
  - Geschichte -   - Konstruktion und Technik -   - Im Bahnbetrieb -   - Einsatz -   - Vorletztes Kapitel -  
 
Entstehung
Aufgabenfelder
Im Jahr 2010







Teil 1
Der Grundaufbau
Dieselmotoren: Daten, Hutzen
Getriebe: Funktion, Modelle
Kühlanlagen: System, Bauarten
Pneumatik-System
Nebenaggregate
Zusatzausrüstung
Der Führerstand
Technische Daten Überblick

Teil 2.1 - 2.2 - 2.3
Revision, Hauptuntersuchung
(218 441 (II), Prototyp)
Wartung u. Fristuntersuchung
Der Betriebsalltag
Das Personal über die 218





Teil 3

Zugverbände
Früher
Zeitweise
Heute






Teil 4

Die bekanntesten Loks
Häufige Fragen zur 218
Der Epilog







Teil 5

 

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                          // Entstehung der DB Diesellok 218
 
Der Baureihe 218 geht die Entstehung zweier Vorgängertypen von Maschinen voraus, ein Blick in die Vergangenheit:


Die 216 Vorserie ist der Beginn der Herstellung der V 160-Familie. Grundaufbau und Details erhält später auch die 218.

Der 28. September im Jahr 1960: Die Fertigung einer neuen Lokomotive hatte zuvor, mit dem Verlassen der Lokfabrik der Firma Krupp, sein Ende gefunden. An diesem Tag steht die Abnahme durch den Auftraggeber 'Deutsche Bundesbahn' an. Die rundlichen Lokfronten werden bald mit einer bekannten Schauspielerin in Verbindung gebracht. Die namensgebenden Kurven sind es aber auch, die später wieder vom Zeichenbrett verschwinden werden. 1960 beginnt der Einsatz von V 160 001, die erste Maschine von später hunderten ihres Typs. Der Name wird sich in 216 001 ändern, die neue Lok-Familie heißt: V 160.

In den folgenden zwei Jahren ist eine 3.800 PS starke Lok in der Entstehung, die die zweifache Leistungsfähigkeit der BR 216 erreichen wird.
Nach dem Konzept, das einfach gesagt auf die Kombination zweier 216-Maschinenanlagen abzielte, entsteht bis 1962 die Konstruktion 'V 320' der Firma Henschel. Dieser Gigant hat die Rundungen seines Ursprungs verloren. Seine Lokfronten sind jetzt kantig und genau dem werden sich ab sofort die weiteren, noch zu bauenden Loks der BR 216, anpassen.


Die von Henschel gebaute Konstruktion beeinflusste die Form der V 160 Serie und aller folgenden Modelle. Die DB bezeichnet sie als V 320 001. Die Fertigung der Maschinen wurde durch eine einfacher herzustellende Form kostengünstiger.

// Die 218 auf dem Zeichenbrett //

Diese Geschichte war das Fundament für den Start einer Bauphase im Jahr 1968. Das letzte Mitglied der V 160-Familie entsteht und damit auch die erfolgreichste Maschine dieser Art. Sie vereint aktuelle Technik und Erfahrungen mit dem Grundaufbau der BR 216 bzw. 215 und ist somit die letzte Entwicklungsstufe.
Jahrzehnte später wird diese Lok die Arbeit ihrer deutschen Ingenieure und Erbauer immernoch auf den Gleisen demonstrieren. Eine Arbeit, die sich durchweg ausgezahlt hat, denn diese robusten Dieselloks werden ein Tragpfeiler für nicht elektrifizierte Eisenbahnstrecken sein.

1968 wird die erste Maschine der BR 218 abgenommen und es werden in den Jahren bis 1979 weitere 409 folgen. An dem Bau dieser Dieselloks arbeiten in erster Linie die Firmen Krupp, Henschel, Krauss-Maffei und MaK. Über ein Jahrzehnt bringen sie Lokomotiven auf die Gleise, die gegenüber ihren Vorgängern von stärkeren Motoren angetrieben werden und mit ihrer Ausstattung, sowie der elektrischen Zugheizung, dem aktuellen Stand entsprechen.



Die BR 218 ist die letzte Entwicklungsstufe - eine zeitlose Maschine. (Foto lässt sich vergrößern)

// Der Fortschritt im Diesellokbau //

Die 1970er: In vielen Regionen Deutschlands wird die 218 gebaut, in fast allen Ecken wird sie bald zum Einsatz kommen. Auch durch ihre Anzahl wird sie bekannt, wie kaum eine andere Lok. Dabei wird die 'zwoachtzehn', als Ergebnis deutscher Wertarbeit, ihre Fans in der hoch technologisierten Zukunft finden: Wie ein VW Käfer in der Automobilgeschichte, solide und unkompliziert, zuverlässig und mit ordentlichem Motorsound, das ist die Baureihe 218 auf den Schienen.

Sie war dafür gedacht, durch ihr Gewicht auch auf Nebenbahnen fahren zu können und im leichten Reisezugdienst eingesetzt zu werden. Blickt man auf die Einsatzgeschichte dieser Loks zurück, haben sie bis heute eigentlich jede denkbare Leistung gefahren. Sie sind fernsteuerbar und bekommen deshalb z. B. gleichartige Verstärkung, wenn ihre Leistung für einen Zug nicht ausreicht. Durch den Betrieb in Doppeltraktion, haben sie dem Kraftpaket V 320 einen Serienbau erschwert, zudem aber ihren eigenen Bestand und ihre Mehrzweckfähigkeit gesichert.
                          // Aufgabenfelder
 

218 431 ist eine Maschine mit modernem MTU 4000 Motor und der technischen Ausrüstung für den Betrieb mit Doppelstockwagen.

Die BR 218 ist die Schlepplok für defekte ICE und S-Bahn Züge.


// Einsätze und Betriebswerke //

Die BR 218 war in den ersten Jahrzehnten in der gesamten Bundesrepublik zu finden. Angefangen bei Betriebswerken in Flensburg, Lübeck und Hamburg-Altona im Norden, über Braunschweig, Hagen-Eckesey, Kaiserslautern, sowie im Süden Ulm, Mühldorf, Kempten und Regensburg, waren und sind die Loks im Nah- und Fernverkehr und im Güterverkehr im Einsatz.
Die Loks schieben Schneeräumfahrzeuge wie Schneeschleudern und sie bringen Autos auf die Nordseeinsel Sylt und wieder zurück. Im Gleisbau-Geschäft sind die 18er genauso aktiv und unterwegs, wie mit speziellen Transporten (z.B. Aushubzüge in der Schweiz, oder Militärzüge).

Nebenbei sorgen diese Loks dafür, dass liegengebliebene ICE-Züge geschleppt werden. Viele 218.8 haben hierfür Scharfenbergkupplungen angebaut und sind an ICE-Strecken stationiert, um die Züge im Notfall schnell aus dem Weg zu räumen.
Im Winter steht die rote Maschine ebenso bereit: In den kalten Monaten 2009/2010 waren moderne Triebwagen wieder ausgeschaltet worden - die 18 kam zum Einsatz. Auch wenn elektrische S-Bahnen geschleppt oder die Gleise mit schweren Loks freigefahren werden müssen, gibt es Arbeit für den Veteranen.
Mit Brennstoff, Öl und Kühlwasser, sind häufig die unabhängigeren Dieselloks, die nicht ersetzbare Unterstützung.

// Die BR 218 fährt im Jahr 2010 //

Es gibt Maschinen, deren Konstruktion besonders ausdauernd ist und auch im Alter eine ausreichend wirtschaftliche Instandhaltung ermöglicht. Wenn die Anforderungen erfüllt werden und die Zuverlässigkeit stimmt, existieren Nachfolger nur auf dem Papier. Der alte UPS-Lieferwagen (P60), mit seinen 17 Jahren und 600.000 km Laufleistung ist ein Beispiel dafür.
Die Baureihe 218 zählt heute zu den alten Maschinen, die auch im Jahr 2010 ihre Aufgaben erfüllt. Trotzdem repräsentieren die Loks zum größten Teil die Technik der 60er und 70er Jahre - und Technologie wird laufend ersetzt, auch weil es für viele unmöglich erscheint, wenn eine über 30 Jahre alte Maschine im Fahrzeugpark ist (Man sollte sich mal die Lebensdauer von Schiffen einprägen).

Weil die Loks heute auch noch zweckmäßig sind und erhältliche Nachfolger den Anforderungen der DB wahrscheinlich nicht entsprechen, sind die 218er immer noch im Rennen.
Heute stehen für diese Maschinen Wartung und Instandsetzung an erster Stelle. Ihre erfolgreiche Geschichte ist noch nicht zu Ende.


Der 'Epilog' führt an dieser Stelle weiter. Die nächsten Abschnitte beschreiben die Konstruktion.

 
LINKZum Teil 2.1, Konstruktion und TechnikLINK